Ein langer Weg: Activity-Based Working

Ein langer Weg: Activity-Based Working

Bürotechnik, Verhaltensweisen, Arbeitsräume. Dazu noch Geschäftsziele, Richtungsänderungen und eine große Portion Vertrauen – das ist das Marschgepäck auf Ihrer langen Reise zum Activity-based Working. Reiseleiter Louis Lhoest von Veldhoen+Company erklärt, was auf Sie zukommt.

1995 schrieb Eric Veldhoen das Buch „Der Untergang des Büros“. Mit diesem Buch änderte sich alles für den Autor – und mehrere tausend Büroarbeiter weltweit. Veldhoen gründete seine eigene Firma, Veldhoen+Company, ein niederländisches Beratungsunternehmen, das sich auf Activity-based Working (aktivitätsspezifisches Arbeiten) spezialisiert hat – heute ein Schlagwort aus dem Büromanagement.

Firmenpartner Louis Lhoest ist für die internationale Marktentwicklung zuständig. Er erklärt, dass Activity-based Working in den Niederlanden mittlerweile zum Mainstream zählt und das Interesse von internationalen Großkonzernen wie Microsoft, Volvo Cars und Rabobank geweckt hat.

“Es gibt keine Fertiglösungen oder Abkürzungen“, betont er, wenn er in drei Sätzen erklären soll, was Activity-based Working eigentlich ist. „Es ist ein prozessorientierter Ansatz. Die Arbeitsumgebung wird als Instrument für Veränderungen in der Organisation gesehen. Die Aktivitäten sind die Basiselemente der Analyse. Der Weg, den Sie einschlagen, führt zur Lösung.”

 

Was ist Activity-Based Working? Dieses Video erklärt die Zusammenhänge.

 

Keine Großräume

Louis Lhoest weiß auch, was Activity-based Working nicht ist: „Die meisten glauben, das wäre so eine Art flexiblen Arbeitens, wo man die Schreibtische teilt, doch das ist nur ein Teil der Lösung. Und das Konzept ist keineswegs an Großräume gebunden. Es ist die Unmenge an Wahlmöglichkeiten, die den Arbeitsplatz fit für alle Anforderungen macht.”

Lhoest erklärt: „Der Schlüssel zum Activity-based Working besteht darin, sich darauf zu konzentrieren, was man ist und welche Veränderungen man wirklich erreichen will. Das ist der Ausgangspunkt. Aus ihm ergeben sich die Richtlinien für die gewünschte Arbeitsweise. Und aus diesen Richtlinien werden dann Empfehlungen für die Bürogestaltung, die Bürotechnik und die Verhaltensweisen abgeleitet.”

 

Die Konsequenz heiß Teilen

Der Ausgangspunkt ist die Frage, wie die Organisation ihre Mitarbeiter bei unterschiedlichen Aktivitäten und Aufgaben unterstützen kann. Das führt zu einer Vielzahl an Raumkonzepten und Tools, die Optionen für die Mitarbeiter eröffnen und die Mobilität im Büro fördern. Das schafft wiederum den Freiraum für die gemeinsame Nutzung von Schreibtischen, Arbeitsmitteln und Räumen. „Teilen ist die Konsequenz, nicht der Ausgangspunkt.”

Lhoest geht es in Wirklichkeit gar nicht um die Bürogestaltung, sondern um das Change-Management. „Der Punkt ist, dass man die Dynamik bei der Bürogestaltung nutzt, um die gewünschten Veränderungen zu beschleunigen. Den meisten Organisationen sind durch ihre Räumlichkeiten enge Grenzen gesetzt.”

 

Akustik ist der Schlüssel

Lhoest hat sehr klare Ansichten, wenn es um Akustik, Beleuchtung, Luftqualität oder Raumtemperatur geht.

“Wer nicht in diese Primärfaktoren investiert, kann sich den ganzen Aufwand gleich sparen. Die Akustik ist der Schlüssel. Immer wieder kümmern sich die Leute nicht ausreichend um die Akustik, obwohl sie unser Verhalten und damit auch unsere Produktivität beeinflusst. Die Büroraumgestaltung und die IT sind eher die Wegbereiter.”
Louis Lhoest - Veldhoen+Company

Die Philosophie von Veldhoen+Company gründet auf Vertrauen. „Gib den Leuten mehr Empfehlungen und weniger Regeln. Vertrauen ist das Schlüsselelement – Vertrauen und Entscheidungsfreiheit. Behandle Mitarbeiter wie Erwachsene. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.”

Text: Lars Wirtén
Foto: Aline Lessner

 

 

Dieser Artikel ist aus dem Magazin ECO for Sustainable Design - Büro. Lesen Sie mehr im Online MagaziniPad Download oder Android Tablet.  

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