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Klimaeinfluss

Klimaeinfluss

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Bei der Auswahl eines Deckensystems muss stets auch auf die Temperaturbedingungen und die Luftfeuchtigkeit in den auszustattenden Räumen geachtet werden.

 

Der Hauptwerkstoff in allen Ecophon Akustikdeckenplatten ist Glaswolle, die besondere Wasser abweisende Eigenschaften besitzt. Daher findet keine kapillare Wasseraufnahme statt und die Aufnahme von Feuchtigkeit aus der Luft ist verhältnismäßig gering. Wasser, das unter Umständen in die Platten eindringen kann (z.B. im Rahmen der Reinigung), trocknet dank der offenen Struktur der Glaswolle sehr schnell wieder aus.

 
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1. Durchbiegung von Deckenplatten, deren Fasern Feuchtigkeit aufgenommen haben.

2. Glaswolle ist einer der feuchtigkeitsbeständigsten Werkstoffe überhaupt. Aus diesem Grund bleiben unsere Akustikdeckenplatten selbst in Umgebungen mit hoher oder wechselnder Luftfeuchtigkeit stets formstabil.

Auch die Ecophon Connect Unterkonstruktionen samt Zubehörteilen wurden so entwickelt, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit keine negativen Auswirkungen haben kann.

 

HINWEIS

  • Ecophon Produkte sollten nicht im Freien gelagert werden. Wenn dies dennoch vorübergehend nötig sein sollte, müssen sie gegen Feuchtigkeit geschützt werden.

  • Wenn die Akustikdeckenplatten geklebt werden sollen, muss die Temperatur bei der Montage 10 bis 25°C betragen.

  • Die Platten haben einen gewissen Wärmewiderstand. Dies hat zur Folge, dass die Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit im Raum und im Deckenhohlraum beeinflusst werden. Bei der Planung der Lüftungstechnik sollte dies bereits berücksichtigt werden. 

 

Temperatur, absolute und relative Luftfeuchtigkeit

Die relative Luftfeuchtigkeit ist je nach Jahreszeit, Temperatur und Klimazone unterschiedlich.Sie wird in % ausgedrückt und gibt das Verhältnis vom tatsächlichen Feuchtigkeitsgehalt in der Luft zum Maximum an Feuchtigkeit, das die Luft bei einer definierten Temperatur aufnehmen und halten kann, an. Eine relative Luftfeuchtigkeit von 100% bedeutet, dass die Luft nicht mehr Wasser aufnehmen kann und es zur Kondensation kommt, während eine relative Luftfeuchtigkeit von 0% bedeutet, dass sich gar keine Feuchtigkeit in der Luft befindet.

Herrscht eine hohe relative Luftfeuchtigkeit vor, so besteht wegen des meist vorhandenen Temperaturunterschiedes zwischen dem Nutzraum und dem Deckenhohlraum die Gefahr von Kondensation. Bei 95% relativer Luftfeuchtigkeit und 30°C führt bereits ein Temperaturabfall von nur 1°C zur Kondensation. Das sich dabei ablagernde Wasser kann viele unerwünschte Folgen haben, so z.B. Flecken von wasserlöslichen Fremdsubstanzen auf der sichtbaren Deckenoberfläche.

Es gibt einen physikalischen Zusammenhang zwischen absoluter Luftfeuchtigkeit, Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann sie halten. Mit anderen Worten: Eine bestimmte absolute Luftfeuchtigkeit bedeutet eine geringere relative Luftfeuchtigkeit bei hohen Temperaturen als bei niedrigen (siehe Grafik).

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1. Absolute Luftfeuchtigkeit (g/m3)

2. Temperatur (°C)

3. Relative Luftfeuchtigkeit

Zusammenhang zwischen Temperatur, absoluter und relativer Luftfeuchtigkeit.

Deckenplanung für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit

Um die Risiken von Korrosion, Schimmelpilzbefall und ästhetischen Problemen in einem Gebäude zu senken, sollte die relative Luftfeuchtigkeit Werte von 70 bis 80%, wenn überhaupt, nur sehr selten und kurzfristig übersteigen. Auch die Menschen leiden in Umgebungen mit einer noch höheren relativen Luftfeuchtigkeit, was vielleicht anhand eines Vergleiches mit den Werten in tropischen Regenwäldern nachvollziehbar wird. Dort herrscht eine durchschnittliche relative Luftfeuchtigkeit von 75 bis 90%.

Bei erhöhter Feuchtigkeit, z.B in Großküchen, Schwimmbädern und lebensmittelverarbeitenden Betrieben, kann es zu einem erheblichen Anstieg der relativen Luftfeuchtigkeit kommen, dadurch kann Kondensation auftreten. Deswegen sollte das Raumklima vor der Deckeninstallation sorgfältig in Betracht gezogen werden.

Feuchtigkeitstests

Die Testwerte für die Ecophon Produkte können aufgrund von technischen und physikalischen Grenzen der Testmethoden die angegebenen 95% bei 30°C nicht übersteigen. Wenn nämlich die relative Luftfeuchtigkeit 95% übersteigt, reagiert das Feuchtigkeitsgleichgewicht selbst auf kleinste Klimaveränderungen im Testraum höchst sensibel. Für jedes Material kann der Wassergehalt in einer Sorptionskurve dargestellt werden. Bei einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit ist diese Sorptionskurve sehr steil und es gibt einen Hysterese-Effekt. Aus diesem Grunde lässt sich der Wassergehalt im Material nicht eindeutig bestimmen. Infolgedessen ist der Versuch, Tests bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 95% durchzuführen, von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die Luftfeuchtigkeit schwankt zu sehr und die Ergebnisse wären somit nicht verlässlich. Selbst führende Forschungsinstitute, wie beispielsweise SP (Nationales Schwedisches Prüf- und Forschungsinstitut) und TNO (Niederländische Organisation für angewandte wissenschaftliche Forschung), können bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von mehr als 95% keine Tests mit angemessener Verlässlichkeit durchführen.

Sorptionsisotherme

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1. Feuchtigkeitsgehalt

2. Relative Luftfeuchtigkeit (%)

3. Hysterese-Effekt

Die grundsätzlichen Umgebungstypen, denen Stahlkonstruktionen ausgesetzt sein können, werden in der Norm DIN EN ISO 12944-2 aufgeführt und klassifiziert. Alle Ecophon Connect Unterkonstruktionen und Zubehörteile sind für Umgebungen der Klasse C1 dieser Norm geeignet.

Das Connect C3 Unterkonstruktionssystem für abgehängte Akustikdecken verfügt über einen besonderen Korrosionsschutz, sodass diese Produkte auch für Umgebungen geeignet sind, die als C3 klassifiziert sind.

Extreme klimatische Bedingungen und Mikroorganismen

Eine anhaltend hohe Temperatur und/oder Luftfeuchtigkeit sowie aggressive Gase oder andere aggressive Substanzen können das Erscheinungsbild und die Funktionseigenschaften des Deckensystems massiv beeinflussen.

Dort, wo eine regelmäßige Reinigung der Decke notwendig ist, sollten die speziell entwickelten Ecophon Hygiene Produkte eingesetzt werden. In Räumlichkeiten mit häufigem Reinigungsbedarf der Decke und/oder hoher Luftfeuchtigkeit sollte Ecophon Connect C3, ein Unterkonstruktionssystem mit zusätzlichem Korrosionsschutz, montiert werden.

In Umgebungen mit hoher relativer Luftfeuchtigkeit muss zudem das erhöhte Risiko von Schimmelpilz- und Bakterienbefall unbedingt berücksichtigt werden. Da die Ecophon Produkte selbst keinen natürlichen Nährboden für Schimmel und Bakterien darstellen, lässt sich das Risiko eines Befalls beträchtlich reduzieren, indem der Deckenbereich sauber gehalten und die klimatischen Bedingungen kontrolliert werden (Feuchtigkeit und Temperatur unterhalb der kritischen Grenzen).

 

Schimmelpilze und Bakterien benötigen bestimmte Wachstumsbedingungen

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1. Feuchtigkeit

2. Richtige Temperatur

3. Nährboden

= Risiko des Schimmelpilz- und Bakterienbefalls

 

Ecophon Akustikdeckenplatten wurden gemäß dem ASTM-Standard G 21-96 an der SLU (Schwedische Universität für Agrarwissenschaften) auf bakterielles Wachstum getestet. Die Norm teilt die Produkte in 6 Klassen von 0 bis 5 ein. Alle geprüften Ecophon Akustikdeckenplatten entsprachen der Klasse 0. Dies bedeutet, dass sie kein bakterielles Wachstum aufwiesen.

Aus der Tabelle zur Feuchtigkeitsbeständigkeit ist ersichtlich, welche Produkte unter welchen raumklimatischen Bedingungen formstabil sind. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass sich Mikroorganismen auch schon in weniger feuchten Umgebungen ausbreiten und ansiedeln können.

Hinweis: Für die Ecophon Hygiene Produkte gelten die gleichen klimatischen Grenzwerte wie beispielsweise für Focus und Master. Jedoch können die Hygiene Produkte häufiger und intensiver gereinigt werden. Näheres dazu finden Sie im Abschnitt "Reinigung".

Ecophon Deckenplatten werden nach folgenden Normen auf mikrobiologisches Wachstum geprüft. Hierzu wurden folgende international anerkannte Normen und Standards herangezogen:

  • ASTM G 21-96
  • ISO 846 (Verfahren C)
  • EN 13697

ASTM G21-96

Standard-Praxis zur Bestimmung der Resistenz von synthetischen Polymer-Materialien zu Pilzen.

Diese Norm bewertet die Resistenz von Materialien und Oberflächen gegenüber Schimmelpilzen und die Fähigkeit, diese abzubauen. Das Testmaterial wird hierzu in einer Kohlenstoffquelle platziert, die eine Mischung aus fünf Schimmelpilzen enthält. Diese Kulturen sind:

  • Aspergillus niger
  • Penicillium pinophilum
  • Chaetomium globosum
  • Gliocladium virens
  • Aureobasidium pullulans

Die Kohlenstoffquelle, in der das Testmaterial platziert wurde, wird zusätzlich über die Oberfläche des Testmaterials verteilt. Das Testmaterial wird nun bei 28°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von  >95%  für 28 Tage gelagert.

Das Wachstum des Schimmelpilzes wird anschließend visuell evaluiert und in folgende Kategorien unterteilt:

0 = kein Wachstum

1 = Spuren von Wachstum          < 10 % der Oberfläche ist befallen

2 = leichtes Wachstum,               10-30 % der Oberfläche sind befallen

3 = mittleres Wachstum               30-60 % der Oberfläche sind befallen

4 = starkes Wachstum                  > 60 % der Oberfläche ist befallen

Auftretender Pilzbefall deutet darauf hin, dass das Testmaterial biologischem Wachstum Nährboden bietet und hiervon zersetzt wird.

Ecophon Hygiene Akustikdecken entsprechen der Kategorie 0 und bieten biologischen Kulturen keinen Nährboden für Wachstum.

 

ISO 846 (Verfahren C - Bestimmung der Einwirkung von Mikroorganismen auf Kunststoffe)

The standard s aimed at assessing material resistance to degradation by bacteria. The material is covered by a carbon source and inoculated with bacteria:

  • Pseudomonas aeruginosa (Grünspan)

Das Testobjekt wird 28 Tage bei einer konstanten Temperatur von 28 °C in der Lösung belassen.

Am Ende deutet jegliches Wachstum darauf hin, dass das Testobjekt biologischem Wachstum Nährboden bietet und durch den bakteriellen Befall zersetzt wird.

DIN EN 13697

 

Die Norm dient, die Effizienz der Desinfektion von Chemikalien zu bewerten.

Das Institut für Hygiene und Mikrobiologie Hamburg Dr. Brill + Partner GmbH hat die Testmethode angepasst, um es auf Glaswolle-Elemente anwenden zu können. Es wird untersucht, wie das Material die Effizienz einer Desinfektionschemikalie beeinflusst. Das heißt: Sind die Mikroorganismen nach der Desinfektion der Oberfläche abgetötet?  Hierzu wird der Test-Mikroorganismus auf dem Ecophon-Produkt ausgesetzt und anschließend mittels Incidin aktiv (Peressigsäure) desinfiziert.

Das Ergebnis zeigte eine Reduktion von a ≥3 log für folgende Mikroorganismen:

 

  • Staphylococcus aureus
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Enterococcus hirae
  • Escherichia coli
  • Candida albicans
  • Aspergillus brasiliensis

Gemäß  dem Institut für Hygiene und Mikrobiologie Dr. Brill + Partner GmbH genügen die Ergebnisse für die hygienerelevanten Bereichen, für die die Ecophon Hygiene-Produkte ausgelegt sind.

 

Erläuterungen zu den Begriffen - Klimaeinfluss 

Gleichmäßige Korrosion (Flächenkorrosion)

Die gleichmäßige Korrosion ist charakterisiert durch eine gleichmäßige Abtragung (Korrosion) des Werkstoffes über die komplette Oberfläche oder große Teile davon.

Lochkorrosion

Lochkorrosion ist eine Form der extrem örtlich begrenzten Korrosion, die zur Bildung von kleinen Löchern im Metall führt.   

Spaltkorrosion 

Spaltkorrosion ist eine örtliche Korrosion, die in Bereichen auftritt, in denen z.B. keine ausreichende Belüftung besteht. Beispiele für Spalte sind Bereiche unter Dichtungen und Versiegelungen, innerhalb von Rissen oder nicht durchgezogenen Schweißnähten.

Spannungskorrosion (Spannungsrisskorrosion)

Spannungskorrosion ist eine Korrosion von normalerweise duktilen Metallen, die einer Zugbelastung in einer korrosiven Umgebung unterworfen werden, besonders bei hohen Temperaturen.  

Kontakt

Ecophon Group Head office

Saint-Gobain Ecophon AB


Box 500 0000
SE 265 03 Hyllinge 

Phone: +46 42 17 99 00
Fax: +46 42 22 59 29

 

Deliveries at:
Yttervägen SE 265 75 Hyllinge

 

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