... / Akustiklösungen / Akustikwissen / Glossar zum Fachgebiet Akustik

Glossar zum Fachgebiet Akustik

Absorptionsklasse

Einteilung von Schallabsorbern in die Schallabsorptionsklassen A bis E gemäß DIN EN ISO 11654, unter Berücksichtigung der Oktavbänder von 250 bis 4000 Hz.

Akustik

 
 

Die Lehre vom Schall. Im täglichen Sprachgebrauch bezieht sich Akustik auch darauf, wie Schall in einer bestimmten Umgebung wahrgenommen wird.

Artikulationsklasse (AC)

Diese Klassifizierung beurteilt abgehängte Decken bezüglich ihrem Einfluss auf die akustischen Privatsphäre zwischen Arbeitsplätzen. Die Berechnung erfolgt über die räumliche Dämpfung unter Berücksichtigung eines Schallschirmes entsprechend der ASTM E-1110. Dieser Parameter wird zum Vergleich von akustischen Deckensystem herangezogen. Je höher der AC Wert, desto größer ist die akustische Privatsphäre (Privacy) in einer offenen Bürolandschaft. Nach unserer Empfehlung sollte die AC einer Akustikdecke für eine gute Privacy minimal 180 betragen. Vertrauliche Gespräche sowie konzentrationbedüftige Tätigkeit benötigen ein hohes Maß an Privacy.

 
AC Produkt
200 Master A
190 Master Ds, E, Focus A, Gedina A
180 Focus Ds, Dg, E, Gedina E
  

Dn,f,w  (dB)

Einzahlwert gemäß DIN EN ISO 717-1 für die im Labor festgestellte Schalldämmung einer abgehängten Decke zwischen zwei Räumen, gemessen gemäß DIN EN ISO 10848-2. Bei dieser Messung geht es allein um die Schallübertragung über die abgehängte Decke.

Flatterecho

Echo, das zwischen parallelen Flächen mehrmals hin und her reflektiert wird.

Frequenz (F)

Angegeben in Hz (Hertz). Die Sprachfrequenz liegt vor allem im Bereich zwischen 125 und 8000 Hz, während der für Menschen wahrnehmbare Schall sich zwischen 20 und 20000 Hz bewegt.

Hintergrundgeräusche (dB)

Hintergrundgeräusche lassen sich auf kratzende Stuhlbeine, brummende Lüftungen, Verkehrslärm, Maschinen und Geräte, Schall aus Fluren und angrenzenden Räumen, Lärm von Spiel- und Sportplätzen usw. zurückführen. Ein hoher Hintergrundgeräuschpegel hat in der Langzeitbetrachtung Auswirkung auf Stress, Ermüdung, Produktivität und Leistungsvermögen. Demnach ist es nicht empfehlenswert die Privay der Arbeitsplätze durch Anheben der Lüftungsgeräausch oder andere künstliche Geräuschquellen zu verbessern. Ein weiterer Grund ist die sehr unterschiedliche Akzeptanz sowie Empfindung von Geräuschen beim Menschen. Für eine hohe Privay für konzentrative Aufgaben oder vertrauliche Gespräche sollten entsprechend dafür konzipierte Räume dem Mitarbeiter zur Verfügung stehen.

Interzone Attenuation von Deckensystemen

Die Messung der "interzone attenuation" demonstriert die reflektierende Charakteristik eines Deckensystemes, wenn dieses in Verbindung mit einem Raumteiler steht. Diese Kombination ist typisch für Büros um eine Privatsphäre zwischen Arbeitsplätzen zu schaffen.

 

 

1. Plenum
2. Deckentestaufbau
3. Lautsprecher
4. Referenzposition (Quelle)
5. Screen

6. Messpositionen


Der Messaufbau der "interzone attenuation" ist definiert mit einer gegebenen Höhe des Raumteilers von 1,5 m sowie Positionen für Sender und Empfänger. Die "interzone attenuation" wird berechnet durch die Pegeldifferenz von Quelle und Empfänger im 1/3 Oktavband im Frequenzbereich von 200-5000 Hz sowie an jeder Entfernungsposition. 

Lautstärke (dB)

Wird in dB (Dezibel) bei verschiedenen Frequenzen gemessen. dB(A) (oder LpA) ist ein Einzelwert, der die totale Lautstärke für alle Frequenzen derart beschreibt, dass sie die Wahrnehmung durch das gesunde menschliche Ohr möglichst genau wiederspiegelt. dB(C) (oder LpC) bezieht sich besonders auf niedrige Frequenzen und gibt exakter wieder, wie der Schall durch Menschen mit Hörschäden wahrgenommen wird.

Lärm

Unerwünschter Schall. Ob ein Schallereignis, z.B. ein bestimmtes Hintergrundgeräusch, als Lärm empfunden wird oder nicht, liegt oft an der individuellen Wahrnehmung des Hörers.

Nachhallzeit (Reverberation Time - T oder RT)

Die Zeit, in der der Schalldruckpegel nach Abschalten der Schallquelle um 60 dB sinkt. Auf der Basis der Messung der Nachhallzeit kann man die totale Schallabsorption errechnen. Die Nachhallzeit variiert je nach Frequenz.

Prozentualer Konsonantenverlust (Articulation Loss of CONSonants - %ALcons)

Ein Verfahren, die Sprachverständlichkeit objektiv zu messen, ist die Feststellung des %Alcons-Wertes, also der Menge der akustisch nicht korrekt verstandenen Konsonanten, ausgedrückt in Prozent. Konsonanten spielen für die Sprachverständlichkeit eine wesentlich größere Rolle als Vokale. Wenn die Konsonanten klar und deutlich gehört werden, kann die Sprache viel einfacher verstanden werden.

Room Acoustical Speech Transmission Index (RASTI)

Objektive Methode zur Messung der Sprachverständlichkeit. Der Wert wird in den beiden Frequenzbereichen 500 und 2000 Hz gemessen, indem die Schallübertragung zwischen einem Lautsprecher am Platz des Sprechers und Mikrophonen an den Plätzen der Zuhörer festgestellt wird (sehen Sie dazu auch "Sprachübertragungsindex STI").

Sabine

Der Physiker Wallace Clement Sabine (1869-1919) entdeckte den Zusammenhang zwischen Nachhallzeit (T s), Raumvolumen (V m³) und der äquivalenten Absorptionsfläche (A m²). Daraus resultierend entstand die weithin bekannte Sabine'sche Formel (T=0,16xV/A).   

Schallabsorber

Materialien und Konstruktionen, die die Fähigkeit besitzen, Schallenergie aufzunehmen und in andere Energieformen umzuwandeln. Schallabsorber verbessern die Raumakustik durch die Reduzierung von Schallreflexionen und durch die damit verbundene Verminderung von Lärm und Nachhallzeit.

Schallabsorption

Schallabsorption bedeutet, dass Schallenergie in mechanische Vibrationsenergie und/oder Wärmenergie umgewandelt wird. Die Schallabsorption wird ausgedrückt durch den Schallabsorptionsgrad α oder die Schallabsorptionsklasse (A bis E) gemäß DIN EN ISO 11654.

Schalldämmung

Die Fähigkeit von Gebäudeteilen oder Gebäudestrukturen, die Schallübertragung zu reduzieren. Die Schalldämmung wird bei unterschiedlichen Frequenzen gemessen, die sich in der Regel bei 100 bis 3150 Hz bewegen. Luftschalldämmung wird durch einen Einzelwert Dn,f,w , Rw oder R'w. ausgedrückt, Trittschalldämmung durch einen Einzelwert Ln,w oder L' n,w.

Schalldruckpegel (dB)

Die durch Schallwellen in der Luft hervorgerufenen Druckschwankungen nennt man Schalldruck. Der niedrigste Schalldruckpegel, der vom Menschen gehört werden kann, liegt bei 0 dB. Dies ist die so genannte Hörschwelle. Der höchste Pegel, der für das menschliche Ohr noch erträglich ist, liegt bei ca. 120 dB und kennzeichnet die Schmerzgrenze.

Signal zu Rausch Verhältnis (S/N)

Ein weitere Parameter, welcher die Sprachverständlichkeit beeinflusst, ist der Hintergrundgeräuschpegel bzw. genauer das Signal zu Rausch Verhältnis (S/N). Es beschreibt die Pegeldifferenz des Signals (z. B. Sprache) und dem Hintergrundgeräusch (z. B.Lüftungsgeräusch). Für eine gute Sprachverständlichkeit ist ein Pegelabstand von min. 15 dB nötig. Im Falle von Hörgeschädigten sollte dieser Abstand min. 20 dB betragen. 

Andererseits erzeugt ein geringeres Verhältnis eine Maskierung des Signales. Dies kann, sofern gewünscht, zur Privacy beitragen.

Sprachübertragungsindex (Speech Transmission Index - STI)

Ähnlich wie die RASTI-Methode, ist STI jedoch ein umfassenderes Verfahren zur Feststellung der Sprachverständlichkeit, bei der alle Oktavbänder im Frequenzbereich zwischen 125 und 8000 Hz gemessen werden.

Sprachverständlichkeit

Die Sprachverständlichkeit ist direkt abhängig vom Hintergrundgeräuschpegel, von der Nachhallzeit und von der Raumform. Zur Bewertung der Sprachverständlichkeit gibt es unterschiedliche Verfahren, wobei RASTI, STI und %-ALcons die gängigsten Methoden sind.

Kontakt

Ecophon Deutschland

Taschenmacherstraße 8 D-23556 Lübeck

DE: Tel.: +49 451 89952-01 • Fax: +49 451 89952-11

AT: Tel.: +43 1 907 217 7 • Fax: +43 1 907 217 718

E-Mail: info@ecophon.de

Weitere Kontaktinformation Österreich

Acoustic Bulletin™

Wissensplattform für Einsteiger und Experten rund um das Thema Akustik!

Mehr

Kontakt

Ecophon Deutschland

Taschenmacherstraße 8 D-23556 Lübeck

DE: Tel.: +49 451 89952-01 • Fax: +49 451 89952-11

AT: Tel.: +43 1 907 217 7 • Fax: +43 1 907 217 718

E-Mail: info@ecophon.de

Weitere Kontaktinformation Österreich